Marktentwicklung aus unserer Sicht – August 2023

Marktentwicklung aus unserer Sicht – August 2023

Schwacher August

Konjunktur- und Zinssorgen: Die deutschen Aktienmärkte gaben in der vergangenen Woche deutlich nach. Vor allem zwei Faktoren belasteten die Stimmung: Zum einen kamen erneut schwache Konjunkturdaten aus China, zum anderen Meldungen über weitere Probleme im wichtigen Immobiliensektor. So beantragte der Immobilienkonzern Evergrande in den USA Gläubigerschutz nach Chapter 15. Dies ließ die Anleger pessimistischer auf die chinesische Konjunkturentwicklung und die Folgen für die Weltwirtschaft blicken. Auf der anderen Seite lieferten robuste Konjunkturdaten aus den USA Argumente für eine Fortsetzung und Verlängerung der geldpolitischen Straffung durch die US-Notenbank. Auch das Protokoll der letzten Fed-Ratssitzung machte deutlich, dass sich die Fed weitere Zinserhöhungen offenhält.

Anleihen, Schwankungen überschaubar: Die Kursschwankungen am deutschen Rentenmarkt hielten sich in der vergangenen Woche in überschaubaren Grenzen. Während Sorgen um die globale Konjunkturentwicklung die Kurse von Bundesanleihen stützten, sorgten Spekulationen über weitere Zinserhöhungen in den USA für Druck. Auch steigende Renditen von US-Anleihen belasteten die Kurse von Bundeswertpapieren. Letztlich notierte die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Bundesanleihe am Ende der Handelswoche unverändert zum Vorwochenschluss bei 2,62 Prozent. Die Umlaufrendite stieg dagegen von 2,58 auf 2,63 Prozent.

USA, China-Skepsis: Die US-Aktienmärkte verzeichneten in der vergangenen Woche Verluste. Die Sorge vor weiter steigenden und länger anhaltend hohen Zinsen sowie die Konjunkturentwicklung in China ließen die Anleger deutlich skeptischer werden. Der Dow-Jones-Index fiel im Wochenvergleich um 2,2 Prozent auf 34.500,66 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab um 2,1 Prozent auf 4.369,71 Punkte nach. Der von Technologiewerten dominierte Nasdaq 100 verlor 2,2 Prozent auf 14.694,84 Punkte.

Ausblick: Nach der schwachen Vorwoche blicken viele Analysten zurückhaltender auf die kommenden Tage am deutschen Aktienmarkt. Im ohnehin schwachen Börsenmonat August kumulierten sich derzeit die Belastungen, heißt es. Konkret werden die Sorgen um weitere Zinserhöhungen in den USA sowie um die chinesische Wirtschaft genannt.

Mit Blick auf die Geldpolitik dürfte sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf das am Donnerstag beginnende Treffen internationaler Notenbanker in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming richten. Mit dabei ist Fed-Chef Jerome Powell, dessen Äußerungen genau auf mögliche Signale für das weitere Vorgehen der US-Notenbank analysiert werden dürften. Konkrete Aussagen werden zwar allgemein nicht erwartet, Beobachter gehen aber davon aus, dass Powell den Kampf gegen die Inflation nicht für beendet erklären und die Tür für weitere Zinsschritte offenhalten wird.

Mit Spannung dürfte auch die weitere Entwicklung im chinesischen Immobiliensektor verfolgt werden. Nachdem Evergrande in der vergangenen Woche in den USA Gläubigerschutz beantragt hat, wächst Beobachtern zufolge die Angst vor einem Übergreifen der Krise vom Immobilien- auf den Finanzsektor.

An Konjunkturdaten könnten aus Deutschland und der Eurozone vor allem das Ifo-Geschäftsklima sowie die Einkaufsmanagerindizes die Marktentwicklung beeinflussen. Aus den USA kommen unter anderem die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter, das Verbrauchervertrauen und die Inflationserwartungen, die insbesondere auf ihre möglichen Auswirkungen auf das Vorgehen der Fed analysiert werden dürften.

Von Unternehmensseite stehen hierzulande lediglich Quartalsberichte unterhalb der ersten Börsenliga an. Größere allgemeine Auswirkungen werden jedoch den Zahlen des Chipherstellers Nvidia aus den USA zugeschrieben. Der Aktienkurs des Unternehmens ist im Zuge des KI-Booms in diesem Jahr deutlich gestiegen und hat auf viele Branchenwerte ausgestrahlt. Letzteres könnte auch für die am Mittwoch anstehenden Quartalszahlen gelten.

Haftungsausschluss: Diese Einschätzung ist kein Kauf- bzw. Verkaufsangebot und stellt weder eine Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Finanzinstrumenten noch eine persönliche Empfehlung (Anlageberatung) im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten dar. Etwaige allgemeine Empfehlungen sind Ausdruck der Erwartungen der FI Group auf der Grundlage aktueller Marktverhältnisse. Somit basieren die Empfehlungen nicht auf fundamentalen analytischen Sachverhalten, weshalb diese Einschätzung allein keine Grundlage für Anlageentscheidungen bilden kann. Im Zusammenhang mit konkreten Anlagen empfiehlt die FI Group stets die Hinzuziehung spezifischer Berater. Die FI Group empfiehlt Unternehmern sich individuell zu den aktuellen Marktverhältnissen beraten zu lassen.
Anlagen sind mit einem Risiko finanzieller Verluste verbunden. Weder historische Erträge und Kursentwicklungen noch Prognosen für die Zukunft können als zuverlässiger Indikator für zukünftige Erträge und Kursentwicklungen dienen. Die FI Group haftet nicht für eventuelle Verluste, die sich direkt oder indirekt aus Handlungen ergeben, die ausschließlich auf der Grundlage dieser Einschätzung ausgeführt wurden.
Die in dieser Einschätzung enthaltenen Informationen beruhen auf Quellen, die die FI Group für zuverlässig hält. Die FI Group übernimmt jedoch keine Haftung für Mängel, hierunter etwaige Fehler der Quellen, Druckfehler oder Berechnungsfehler sowie geänderte Voraussetzungen.

KI-gestützte Investitionsentscheidungen: So sehen Experten die Erfolgsaussichten

Künstliche Intelligenz findet auch auf dem Finanzmarkt vermehrt Anwendung. So kann die Technologie etwa beim Aufbau des Portfolios unterstützen. Können durch KI getroffene Investitionsentscheidungen den breiten Markt langfristig übertrumpfen?

Marktentwicklung aus unserer Sicht – Juli 2023

Marktentwicklung aus unserer Sicht – Juli 2023

Trotz der intensivsten geldpolitischen Straffungsmaßnahmen der letzten vier Jahrzehnte zeigt die globale Wirtschaft bemerkenswerte Robustheit.

Weltweiter Überblick

Die Weltwirtschaft bewahrt trotz des intensivsten geldpolitischen Straffungszyklus der letzten 40 Jahre ihre Robustheit. Rezessionsrisiken sind gesunken, obwohl die wirtschaftliche Abschwächung anhält. Der verlängerte Wirtschaftszyklus setzt sich fort, mit erwartetem schwachem oder negativem Wachstum in kommenden Quartalen, gefolgt von moderater Erholung.

Arbeitsmärkte zeigen anhaltende Nachfrage und niedrige Arbeitslosenquoten, stärken das Verbrauchervertrauen. Wirtschaftliche Frühindikatoren trüben jedoch die Aussichten. Die Fertigungsindustrie schwächelt weiter, ebenso der ehemals kräftige Dienstleistungssektor. Höhere Finanzierungskosten und strengere Kreditvergaben bremsen das Wachstum.

Die Gesamtinflation sinkt nun genauso schnell, wie sie zuvor stieg. Doch das Ziel von 2 %, festgelegt von Zentralbanken, könnte fraglich sein. Besonders die Kerninflation bleibt hoch, und Zentralbanken könnten nach einer Pause wieder geldpolitische Straffung erwägen.

Die zeitliche Varianz von Straffungszyklen und Effekten zwingt Zentralbanker, den Grat zwischen notwendiger Restriktion und potenziell rezessionsauslösender Politik abzuwägen. Die Situation variiert in verschiedenen Wirtschaftsregionen.

Eurozone

Die Wirtschaft der Eurozone zeigt in den ersten sechs Monaten 2023 erstaunliche Widerstandsfähigkeit, obwohl die zuvor beschriebene abnehmende Dynamik bestätigt wird. Schwächen der europäischen Wirtschaft werden durch niedrige Produktivität, schwache Einzelhandelsumsätze und den Zusammenbruch des verarbeitenden Gewerbes deutlich.

Der Immobiliensektor bleibt stark belastet, strengere Kreditvergabestandards hemmen das Wachstum grundsätzlich. Dennoch sind der stabile Arbeitsmarkt und die deutlich gesunkene Inflation positiv hervorzuheben. Allerdings bleibt die Kerninflation trotz steigender Löhne unangenehm hoch. Diese Situation stellt die Europäische Zentralbank (EZB), die im Vergleich zur US-amerikanischen Zentralbank später mit Straffungsmaßnahmen begonnen hat, vor die Herausforderung, die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft stark zu belasten, um die Inflation nachhaltig zu kontrollieren.

Vereinigte Staaten von Amerika

Die US-Wirtschaft hat sich in der ersten Jahreshälfte entgegen den Erwartungen nicht verkleinert und die neuesten Wirtschaftsdaten haben Prognosen übertroffen. Dennoch wird das Wachstum in den USA abnehmen, da Frühindikatoren auf eine Abschwächung der zukünftigen wirtschaftlichen Aktivität hinweisen. Es wird ein moderates Wachstum im Dienstleistungssektor erwartet, während sich die Lage im verarbeitenden Gewerbe stabilisiert. Trotz dieser Abnahme gibt es derzeit keine Anzeichen für eine bevorstehende Rezession.

Der Immobiliensektor bleibt schwach, jedoch erholen sich aktuell die Hausverkäufe, und auch die Industrieproduktion könnte ihren Tiefpunkt erreicht haben. Vollbeschäftigung und die hohe Anzahl offener Stellen stärken das Vertrauen der Verbraucher. Persönliche Einkommen bleiben stabil, und Ersparnisse können langsam wieder aufgebaut werden. Der nachlassende Lohndruck deutet darauf hin, dass die Federal Reserve (Fed) konkrete Fortschritte bei der Reduzierung der Gesamtnachfrage und der Eindämmung des Inflationsdrucks erzielt hat.

Die aktuellen Inflationsdaten sind ermutigend, doch Fed-Vorsitzender Jerome Powell betont, dass es zu früh ist, einen Sieg im Kampf gegen die Inflation zu verkünden. Die Frage, ob die Zinserhöhung im Juli die letzte im aktuellen Zyklus sein wird, hängt stark von den Daten ab, wie von der Zentralbank angegeben. Die Fed hat bisher die Inflation durch schnelles und entschlossenes Handeln in Schach gehalten, ohne eine größere wirtschaftliche Abschwächung zu verursachen. Die Aussichten für eine sanfte wirtschaftliche Verlangsamung werden zunehmend realistischer.

China

Die jüngsten wirtschaftlichen Kennzahlen aus China fielen eher bescheiden aus. Das starke Wachstum im ersten Quartal konnte in den folgenden Monaten nicht aufrechterhalten werden. Der Dienstleistungssektor, der nach der Pandemie zur Erholung beitrug, zeigt nun Schwächeanzeichen. Investitionen und Importe gehen zurück, der Immobiliensektor hemmt das Wachstum und die internationale Nachfrage bleibt schwach.

Es könnte als erstes positives Signal gewertet werden, dass die Frühindikatoren für das verarbeitende Gewerbe, wenn auch rückläufig, Anzeichen einer Stabilisierung zeigen. Als zweites ermutigendes Zeichen interpretieren wir die Äußerungen von politischen Vertretern nach der Sitzung des Politbüros im Juli. Es wurde betont, wie wichtig gezielte politische Maßnahmen sind, um das Vertrauen des Privatsektors wiederherzustellen, Investitionen anzukurbeln und den Immobiliensektor zu unterstützen. Es ist nun von Bedeutung, dass diesen Worten konkrete Schritte folgen, um eine nachhaltige und stabile Erholung sicherzustellen.

Haftungsausschluss: Diese Einschätzung ist kein Kauf- bzw. Verkaufsangebot und stellt weder eine Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Finanzinstrumenten noch eine persönliche Empfehlung (Anlageberatung) im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten dar. Etwaige allgemeine Empfehlungen sind Ausdruck der Erwartungen der FI Group auf der Grundlage aktueller Marktverhältnisse. Somit basieren die Empfehlungen nicht auf fundamentalen analytischen Sachverhalten, weshalb diese Einschätzung allein keine Grundlage für Anlageentscheidungen bilden kann. Im Zusammenhang mit konkreten Anlagen empfiehlt die FI Group stets die Hinzuziehung spezifischer Berater. Die FI Group empfiehlt Unternehmern sich individuell zu den aktuellen Marktverhältnissen beraten zu lassen.
Anlagen sind mit einem Risiko finanzieller Verluste verbunden. Weder historische Erträge und Kursentwicklungen noch Prognosen für die Zukunft können als zuverlässiger Indikator für zukünftige Erträge und Kursentwicklungen dienen. Die FI Group haftet nicht für eventuelle Verluste, die sich direkt oder indirekt aus Handlungen ergeben, die ausschließlich auf der Grundlage dieser Einschätzung ausgeführt wurden.
Die in dieser Einschätzung enthaltenen Informationen beruhen auf Quellen, die die FI Group für zuverlässig hält. Die FI Group übernimmt jedoch keine Haftung für Mängel, hierunter etwaige Fehler der Quellen, Druckfehler oder Berechnungsfehler sowie geänderte Voraussetzungen.

JPMorgan-Analysten: Diese Auswirkungen dürfte das Bitcoin-Halving 2024 haben

In der Krypto-Szene zeichnet sich ein zögerlicher Frühling ab. Doch Investorinnen und Investoren können immer noch sehr viel Geld verlieren, warnt Olaf Hannemann im Gespräch mit finews.ch. Doch nun rücke die Blockchain-Infrastruktur in den Fokus, sagt der Mitgründer der Zuger Wagniskapital-Firma CV VC.

Marktentwicklung aus unserer Sicht – Juni 2023

Marktentwicklung aus unserer Sicht – Juni 2023

„De-Risking“ ist angesagt

Seit Präsident Biden sein Amt angetreten hat und besonders seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs ist der Handelskonflikt zwischen China und den USA nicht mehr ständig im Rampenlicht der Medien. Dennoch ist er keineswegs beigelegt, sondern im Gegenteil.

„De- Risking" bei zukunftsorientierten Technologien

Auf dem Gipfel in Hiroshima haben die führenden westlichen Industriestaaten (G7) erklärt, dass sie fortschrittliche Technologien schützen möchten, die eine potenzielle Bedrohung für ihre nationale Sicherheit darstellen könnten, ohne den Handel und die Investitionen übermäßig einzuschränken.

Dieses Konzept, bekannt als „De-Risking“, beinhaltet koordinierte Investitions- und Exportkontrollen, um den technologischen Vorsprung der EU und der USA gegenüber China zu verteidigen.

Die Anpassung der Exportbeschränkungen für sicherheitskritische Güter und die Prüfung ausländischer Investitionen unter Berücksichtigung der nationalen Sicherheit sind Teil dieser Bemühungen.

Zusätzlich wird die Möglichkeit eines Kontrollverfahrens, das für Auslandsinvestitionen in eigenen Unternehmen gilt (Outbound Investment Screening), in Betracht gezogen. Es gibt jedoch Zweifel, ob Investitionskontrollen das geeignete Mittel sind, und es wird darauf hingewiesen, dass europäische Unternehmen weltweit die meisten Auslandsinvestitionen tätigen, was die Filterung potenzieller Sicherheitsrisiken erschwert.

Technologisches Know-How, spiegelt sich an den Börsen wider.

Die Attraktivität von Technologieaktien mit KI-Potenzial steigt wieder an den Börsen, da die Märkte keine weiteren Zinserhöhungen erwarten und sogar auf Zinssenkungen spekulieren. Dadurch rückt der Technologiesektor wieder in den Fokus.

Im Jahr 2022 hat der Technologiesektor insgesamt gelitten, da viele Unternehmen auf die Hoffnung zukünftiger Gewinne und Ausschüttungen angewiesen sind. Die Rückzahlung des investierten Geldes dauert daher oft lange, was bei den Bewertungsmodellen der Aktienexperten eine wichtige Rolle spielt, da sie zukünftige Finanzrückflüsse berücksichtigen.

Die „Big Four“ (Apple, Microsoft, Alphabet (Google) und Amazon) bilden eine Ausnahme, da sie bereits hohe Gewinne erzielen und teilweise positive Rückflüsse bieten, wie zum Beispiel Aktienrückkäufe bei Apple.

Künstliche Intelligenz (KI) übt eine Faszination aus. Microsoft hat mit dem Programm ChatGPT und der Beteiligung an OpenAI für Aufsehen gesorgt, während Google den Textroboter „Bard“ entwickelt hat und Amazon eine KI-Beratung für Kunden plant. Es wird erwartet, dass auch Apple in diesem Bereich aktiv wird, und genau diese Schwergewichte führen den Technologiesektor an.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Entwicklung der „Big Four“ auch für Indexanleger entscheidend ist, da sie seit Jahren etwa 20% des S&P 500 ausmachen und den gesamten US-Markt beeinflussen, der rund zwei Drittel des MSCI World Index ausmacht.

Eine gleichgewichtete Berechnungsvariante des S&P 500 zeigt hingegen kaum Wachstum. Obwohl der Markt insgesamt nicht so stark ist, treiben die Schwergewichte den Kurs. Anleger sollten jedoch auch die Risiken im Auge behalten, da die Bank of America bereits eine kleine KI-Blase an der Börse sieht und die Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung der Fed den Aussagen einiger Notenbanken und den Einschätzungen vieler Ökonomen widersprechen.

Haftungsausschluss: Diese Einschätzung ist kein Kauf- bzw. Verkaufsangebot und stellt weder eine Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Finanzinstrumenten noch eine persönliche Empfehlung (Anlageberatung) im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten dar. Etwaige allgemeine Empfehlungen sind Ausdruck der Erwartungen der FI Group auf der Grundlage aktueller Marktverhältnisse. Somit basieren die Empfehlungen nicht auf fundamentalen analytischen Sachverhalten, weshalb diese Einschätzung allein keine Grundlage für Anlageentscheidungen bilden kann. Im Zusammenhang mit konkreten Anlagen empfiehlt die FI Group stets die Hinzuziehung spezifischer Berater. Die FI Group empfiehlt Unternehmern sich individuell zu den aktuellen Marktverhältnissen beraten zu lassen.
Anlagen sind mit einem Risiko finanzieller Verluste verbunden. Weder historische Erträge und Kursentwicklungen noch Prognosen für die Zukunft können als zuverlässiger Indikator für zukünftige Erträge und Kursentwicklungen dienen. Die FI Group haftet nicht für eventuelle Verluste, die sich direkt oder indirekt aus Handlungen ergeben, die ausschließlich auf der Grundlage dieser Einschätzung ausgeführt wurden.
Die in dieser Einschätzung enthaltenen Informationen beruhen auf Quellen, die die FI Group für zuverlässig hält. Die FI Group übernimmt jedoch keine Haftung für Mängel, hierunter etwaige Fehler der Quellen, Druckfehler oder Berechnungsfehler sowie geänderte Voraussetzungen.

Zinserhöhungen bald endgültig vorbei? Paul Tudor Jones erwartet einen Börsenaufschwung bis Ende des Jahres

Bei der nächstens Fed-Sitzung am 14. Juni dürften die US-Währungshüter die Zinsen erstmals seit März 2022 auf dem aktuellen Stand belassen, ist sich Börsenlegende Paul Tudor Jones sicher. Auch dürfte es für die Aktienkurse in den nächsten Monaten aufwärts gehen.

Marktentwicklung aus unserer Sicht – Mai 2023

Markentwicklung aus unserer Sicht – Mai 2023

"Growth oder Value in inflationsgeprägten Zeiten?"

Die Inflationsrate in Deutschland betrug im März 2023 7,4%, nachdem sie in den Vormonaten bei 8,7% lag. Die Frage ist, ob dies ein Indiz dafür ist, dass die Inflation mittelfristig wieder auf 2% bis 3% zurückgehen wird. Seit Mitte der 1990er Jahre hatte Deutschland praktisch keine Inflation mehr. Die Frage nach der Inflationserwartung ist jedoch nicht nur für die täglichen Ausgaben relevant, sondern auch für die richtige Anlagestrategie. In Zeiten niedriger Inflation waren Wachstumswerte erfolgreicher, während in inflationsgeprägten Zeiten Substanzwerte besser abschnitten. Die Frage ist, ob sich dieses Muster wiederholen wird.

Growth-Strategie

Die Growth-Strategie bezieht sich auf ganze Branchen und Unternehmen mit hoher Wachstumsdynamik in aufstrebenden Märkten wie der Digitalisierung oder der Hochtechnologie. Der Investor setzt darauf, dass die künftigen Gewinne des Unternehmens rasant steigen werden, was eine höhere Aktienbewertung rechtfertigt. Anleger können Gewinne auch mit Aktien von Unternehmen erwirtschaften, die sich noch in der Verlustzone befinden. Allerdings sind höhere Kursschwankungen zu erwarten.

Value-Strategie

Die Value-Strategie zielt darauf ab, unterbewertete Unternehmen zu identifizieren, die ein stabiles Gewinnwachstum und eine gute Marktposition aufweisen. Anleger suchen nach Value-Aktien, die im Vergleich zu anderen Unternehmen unterbewertet sind. Die Value-Strategie erfordert Fachwissen, Erfahrung und sorgfältige Recherche, um geeignete Unternehmen zu identifizieren. Value-Unternehmen zahlen oft eine gute und stetige Dividende, was Anlegern ein laufendes Einkommen sichern kann. Warren Buffet hat mit dieser Strategie Erfolg gehabt und verfolgt sie noch heute.

Value oder Growth?

Die Growth-Strategie konzentriert sich auf Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial und rechtfertigt höhere Aktienbewertungen aufgrund der Erwartung steigender Gewinne. Value-Aktien hingegen suchen nach unterbewerteten Unternehmen mit stabiler Gewinnentwicklung und guter Marktposition. Beide Strategien haben in bestimmten Marktphasen ihre Berechtigung, und Unternehmen können von „growth“ zu „value“ und umgekehrt wechseln. In den letzten Jahren waren Growth-Werte aufgrund niedriger Zinsen, starker Geschäftsmodelle und schnellerer Digitalisierung aufgrund der Pandemie erfolgreicher als Value-Werte.

Aktuelle Entwicklung bei Growth und Value

Aufgrund von Inflations- und Zinsangst sowie tatsächlich erhöhten Zinsen hat es eine Rotation von Growth- zu Value-Aktien gegeben. Dies führte zu Bewertungskorrekturen, insbesondere im Technologiebereich, die durch höhere Zinsen und den Abzinsungseffekt verursacht wurden. Das aufgelaufene Übergewicht von Wachstumswerten in Portfolios wurde durch Re-Allokation angepasst, und das Geld floss nun in Value-Werte, die noch nicht zu teuer und meist nicht so hoch verschuldet sind. Eine weitere Option ist die Kombination beider Ansätze durch Investition in aktiv gemanagte Fonds.

Haftungsausschluss: Diese Einschätzung ist kein Kauf- bzw. Verkaufsangebot und stellt weder eine Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf von Finanzinstrumenten noch eine persönliche Empfehlung (Anlageberatung) im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten dar. Etwaige allgemeine Empfehlungen sind Ausdruck der Erwartungen der FI Group auf der Grundlage aktueller Marktverhältnisse. Somit basieren die Empfehlungen nicht auf fundamentalen analytischen Sachverhalten, weshalb diese Einschätzung allein keine Grundlage für Anlageentscheidungen bilden kann. Im Zusammenhang mit konkreten Anlagen empfiehlt die FI Group stets die Hinzuziehung spezifischer Berater. Die FI Group empfiehlt Unternehmern sich individuell zu den aktuellen Marktverhältnissen beraten zu lassen.
Anlagen sind mit einem Risiko finanzieller Verluste verbunden. Weder historische Erträge und Kursentwicklungen noch Prognosen für die Zukunft können als zuverlässiger Indikator für zukünftige Erträge und Kursentwicklungen dienen. Die FI Group haftet nicht für eventuelle Verluste, die sich direkt oder indirekt aus Handlungen ergeben, die ausschließlich auf der Grundlage dieser Einschätzung ausgeführt wurden.
Die in dieser Einschätzung enthaltenen Informationen beruhen auf Quellen, die die FI Group für zuverlässig hält. Die FI Group übernimmt jedoch keine Haftung für Mängel, hierunter etwaige Fehler der Quellen, Druckfehler oder Berechnungsfehler sowie geänderte Voraussetzungen.

Adresse

FiducInvest Holding Pte. Ltd.
10 Marina Boulevard
Level 39, #39-00
Marina Bay Financial Centre
018983 Singapore

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Kontakt

Newsletter

Phone: +65 6725 6330
Fax: +65 6322 0808

© FI Group 2024 all rights reserved

Inhaltsverzeichnis

Adresse

FiducInvest Holding Pte. Ltd.
10 Marina Boulevard
Level 39, #39-00
Marina Bay Financial Centre
018983 Singapore

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Kontakt

Newsletter

Phone: +65 6725 6330
Fax: +65 6322 0808

© 2024 FI Group all rights reserved